Weserbergland (r). In der Unterrubrik „Der innere Schweinehund" finden Sie eine kurze Einleitung zu dieser Artikelserie.
In Gedanken versunken wird Robert all das, was sein Körper für ihn leistet, bewusst. Nie zuvor hat er sich mit sich selbst so tiefgehend beschäftigen müssen. Die Krankheit hat ihn angehalten. Und vielleicht hat ihm sein Herzinfarkt sogar das Leben gerettet.

„Robert“, sagt JOY, „was fühlst du?“

„Ich bin mir meiner Stärke bewusst geworden, JOY. Ich habe mich letzte Nacht damit beschäftigt, wie groß das Wunderwerk Mensch wirklich ist. Und ich bin demütig geworden. Demütig vor dem Großen, vor dem Besonderen. Die Kraft, die das Universum geschaffen hat, die Kraft, die einen Sonnenstrahl mit einer Lichtgeschwindigkeit von ca. 300 000 Kilometern pro Sekunde innerhalb von 8 Minuten auf den Boden dieser Erde lenkt, hat es geschafft, mich wieder zurück ins Leben zu holen. Es ist die gleiche Kraft, die mein Herz schlagen lässt und die dafür verantwortlich ist, dass ich aufrecht auf zwei Beinen gehen kann. Das hat mich beeindruckt. Vor einiger Zeit habe ich etwas über das Gehirn gelesen. Unglaublich, es ist einfach nur unglaublich. Mein Gehirn besteht aus ca. 100 Milliarden Nervenzellen. Jede einzelne ist mit mindestens 10 000 anderen verbunden. Wenn wir jede einzelne Verbindung mit einem Ticker zählen würden und dafür je 1 Sekunde Zeit bräuchten, würde es mehr als 32 Millionen Jahre brauchen, um diese Verbindungen zählen zu können.

Und noch mehr beeindruckt mich, dass die Kapazität meines Gehirnes noch lange nicht ausgeschöpft ist.

Viele Gespräche mit dir haben mir immer wieder gezeigt, wie großartig es ist, in einem vollfunktionierenden Körper wohnen zu dürfen. Ich glaube, ich bin es mir wert, mich um mich selbst zu kümmern. Es ist meine Aufgabe, das habe ich mittlerweile verstanden.

„Das hört sich gut an, Robert“, antwortet JOY, „und das fühlt sich auch gut an. Es gibt noch ein paar beeindruckende Zahlen, von denen ich dir berichten möchte.

Die Zellen deines Körpers teilen sich ständig. In jeder Sekunde entstehen im menschlichen Körper ca. 10 Millionen neue Zellen durch Teilung. Manche Zellen teilen sich 50 Mal und dann nicht mehr, andere teilen sich öfter. Jede Zelle ist mit einem Code programmiert, der ihr sagt, wie oft sie sich teilen darf. Dieser Code reguliert die Zellteilung deines Körpers, damit kein übermäßiges Zellwachstum entsteht und die Zelle im anderen Fall nicht vergisst, sich zu teilen.

Jede Zelle benötigt für ihre Ernährung Baustoffe. Und du bist das geworden, was du heute bist, weil du etwas gegessen und getrunken hast. Hinzu kommen noch die Art deines Denkens und natürlich die Einflüsse der Umwelt, die nicht unerheblich sind. Die Zellteilung vollzieht sich nur dann optimal, wenn du deinem Körper entsprechend Nährstoffe zur Verfügung stellst. Wenn das gewährleistet ist, dann bist du sozusagen in 220 Tagen ein neuer Mensch. In 220 Tagen hat sich dein Körper durch die Zellteilung komplett erneuert. Deine Knochen brauchen etwas länger. Doch nach ca. 2,5 Jahren bist du ein neuer Robert, wobei sich die Wissenschaft über den Zeitraum nicht einig ist. Ich habe auch schon andere Zahlen gehört: Etwas über 2 Jahre oder auch 7 Jahre für die Erneuerung unseres Skelettes. Also was davon stimmt, können wir uns aussuchen. Fakt ist, dass durch die Zellteilung ständig ein neuer Robert entsteht. Der Körper schafft es nicht immer, alles komplett und zu 100 % zu reparieren. Doch er kann eine ganze Menge, wenn du ihn achtsam und pfleglich behandelst. Mit der Zeit wirst du feststellen, Robert, dass du statt älter, von Tag zu Tag fitter und jünger wirst. Und das nur, weil du dich der Natur wieder ein Stück annäherst. Und wie du schon sagtest, dann stellt sich Demut ein. Du wirst einer höheren Kraft gegenüber Respekt empfinden und deinem eigenen Körper täglich wieder Wertschätzung zollen. Mir fällt noch ein großartiges Beispiel ein. Weißt du, wie groß eine Spermazelle ist, Robert?“, fragt JOY.

Robert war etwas überrascht. Über die Größe seiner Spermazellen hatte er sich noch keine Gedanken gemacht und er antwortete: „Nein, JOY, darüber habe ich mir in meiner Funktion als Personalchef noch nie Gedanken gemacht. Ich weiß weder wie groß meine Spermazellen sind, noch weiß ich, wie viele ich habe.“

Robert musste innerlich lächeln und sagte: „Aber….du willst mir sicher wieder etwas Interessantes erklären, schieß los.“

*****

Wir sind immer noch bei Schritt 3. Es geht nach wie vor darum, wie Robert seinen inneren Schweinehund überwinden kann und darum, wie JOY Robert unterstützt, sich bewusst zu werden, was sein Körper täglich leistet und wie wertvoll sein Körper ist.

JOYMoci-BuchWie groß eine Spermazelle ist, und warum JOY solch komische Fragen stellt, das erfahren Sie nächste Woche.

Wenn Sie mehr über Robert und JOY erfahren möchten, dann gucken Sie hier:

www.Dagmar-Winter.de

„Das Buch zum Leben ändern“

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