„Kryptopyrrolurie (KPU)“ auch „Hämopyrrolaktamurie (HPU)“ =versteckte Ausscheidung von „Pyrrolen“ über den Urin. (Die Diagnose wird über einen Urintest gestellt.)

Die KPU / HPU ist ein Stoffwechseldefekt, der angeboren oder auch erworben auftritt und zu zu einem hohen Verlust wertvoller Mikronährstoffe über den Urin führt (Vitamin B6 und Zink). Schwermetalle aus dem Trinkwasser oder Amalgamplomben z.B., können die erworbene Form auslösen.

 „Obwohl über 12% der Deutschen unter dieser genetisch determinierten Stoffwechselanamalie leiden, ist sie in Deutschland relativ unbekannt.
Die Kryptopyrrlurie ist eine der wenigen Krankheiten, die den Betroffenen auch einen Vorteil bietet, nämlich eine hohe Intelligenzleistung, die sich aber -untherapiert- in Stresssituationen als Behinderung erweisen kann.
Als prominente Pyrroliker werden  Albert Einstein, Charles Dickens  und Charles Darwin beschrieben.

Entdeckt wurde die Kryptopyrrolurie um 1960 von Carl C. Pfeiffer, dem Pionier der orthemolekularen Therapie sowie Leiter und Gründer der größten orthemolekularen Klinik in New Jersey, USA. Er suchte bei Schizophrenen, bei denen, wie bei Depressiven Zinkmangel schon bekannt war, nach einem gemeinsamen Stoff, der im Urin zu finden war.

Da er die malvenfarbigen Banden chromatographisch besetzt sah, nennt man die Erkrankung in den USA heute häufig noch Mauve-Faktor (Malvenfaktor) statt Kryptopyrrolurie (KPU).
Kryptopyrrol (2,4 Dimethyl-3-Aethylpyrrol) ist ein Baustein des Hämstoffwechsels, der unglücklicherweise Zink und Vitamin-B6 bindet (chelatiert) und somit beide wichtigen Bausteine dem Körper entzieht. Der Gesunde scheidet geringe Mengen dieses Stoffwechselproduktes im Gallenfarbstoff über den Stuhl aus. Der Kryptopyrroliker scheidet ihn (im Verborgenen, s. Griech. Krypta-, daher der Name) in größeren Mengen über den Urin aus. Die Pyrrolurie gehört zu den Porphyrien.

Unter den nachstehen genannten Erkrankungen findet man den höchsten Anteil an Pyrrolikern, z.B. bei Hyperaktivit der Kinder (80%), Schizophrenien (80%), krebs über 50, MS und Allergien(80%), sowie bei Lebererkrankungen. Die Chelatierung von Zink und Vitamin B6 erklärt, warum AD(H)S-Kinder auch häufig andere Erkrankungen wie Allergien und hyperkinetisches Syndrom aufweisen.“1)

Der menschliche Körper kann Zink leider nicht in größeren Mengen speichern.
Bei einer Mangelversorgung werden zuerst die Zellfunktionen beeinträchtigt, hier besteht also Handlungsbedarf.

Zinkmangel lässt sich vermuten bei:   
• Müdigkeit,
• Antriebsmangel,
• abnehmende körperliche Leistungsfähigkeit
• Konzentrationsschwäche,
• Stimmungslabilität,
• chronischen Erschöpfungszustände  und Depressionen
    
• mangelndes sexuelles Interesse,
• Potenzstörungen,
• verminderte Empfängnisbereitschaft bzw. Unfruchtbarkeit.
    
• brüchige Nägel,
• weiße Flecken auf den Nägeln,
• nachlassende Haarqualität, z.B. brüchige, dünne Haare,
• Haarausfall und fehlende Haarneubildung
    
• trockene schuppende Haut,
• Psoriasis (Schuppenflechte),
• Akne,
• Ekzeme,
• Hautpilze,
• Lippenherpes,
• entzündliche Hauterkrankungen,
• Zinkmangeldermatitis (Hautrötung und Pusteln besonders im Gesicht, den Fingern sowie im Anal- und Genitalbereich),
• Dehnungsstreifen in der Schwangerschaft oder bei Kraftsportlern
• Wundheilungsstörungen.
    
• Augentrockenheit,
• Sehstörungen,
• plötzliche Nachtblindheit,
• Störungen des Geruchssinns oder Geschmacksverlust.
    
• häufige Erkältungen,
• erhöhte Grippeanfälligkeit,
• Infektionen und Geschwüre in Mund,
• Magen- und Darmentzündungen.
    
• Appetitlosigkeit,
• Blutarmut,
• Wachstumsstörungen bei Kindern und Jugendlichen,
• und erhöhte Blutzuckerwerte.

Vitamin B6-Mangel lässt sich vermuten bei:
•    Appetitverlust
•    Hautentzündungen vor allem an Auge, Nase und Mund (T-Zone)
•    Wachstumsstörungen bei Kindern
•    Blutarmut (Anämie) mit Blässe und Abgeschlagenheit
•    Rückbildung der Nerven mit Lähmungen und gestörter Wahrnehmungsweiterleitung ans Gehirn
•    gestörte Bewegungsabläufe des Körpers
•    Zungenentzündungen
•    Lippenentzündungen, Lippenschwellungen und Lippen- beziehungsweise Mundwinkeleinrisse
•    Angststörungen.
•    Durchfall und Erbrechen                                                                                                   

Ein schwerer Vitamin-B6-Mangel kann in unregelmäßigen Abständen Krampfanfälle sowie Lähmungen verursachen.

Zitat 1) HP Illiane Zenzinger, SANUM-Post 76/2006
Die Erklärung „einfach“

Buchtipp
Leben mit KPU: Ein Ratgeber für Patienten von Joachim Strienz von Zuckschwerdt (Dezember 2008)

Die Erklärung „medizinisch“
Quelle: Labor Orthomedis CH
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Heilpraktikerin Sylke Golm                                 
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