Rockenhausen / Mainz. Wenn eine Luftrettungsstation umzieht, geht es um Minuten – und um Menschenleben. Der physische Umzug der ADAC-Station für den Rettungshubschrauber „Christoph 66“ erforderte logistische Präzision unter extremen Bedingungen. Den Zuschlag für diesen sensiblen Großauftrag erhielt die Firma Lois Hillebrand GmbH ein bekanntes Traditions-Umzugsunternehmen aus Mainz, das bereits seit 1888 im Geschäft ist. Das Ergebnis nach drei Tagen harter Arbeit: Mission erfolgreich gemeistert.

Umzug im Takt der Rotoren
Die größte Herausforderung für das Umzugsteam war der Faktor Zeit und Sicherheit. Der Rettungshubschrauber war während der gesamten dreitägigen Umzugsphase ununterbrochen im Dienst. Für die Logistiker vor Ort bedeutete dies ein Arbeiten im permanenten Stand-by-Modus.
Sobald ein Notruf einging und die Rotoren von „Christoph 66“ anliefen, mussten die Mitarbeiter der Spedition ihre Arbeit sofort stoppen und Sicherheitsabstand halten. Diese erzwungenen Pausen bei jedem Start und jeder Landung machten eine flexible und vorausschauende Planung unumgänglich. Trotz dieser unvorhersehbaren Unterbrechungen schaffte es das Team, das gesamte sensible Hangar- und Stationsinventar exakt im vorgegebenen Zeitfenster zu transportieren.

Gelassenheit paart sich mit 20 Jahren Erfahrung
Dass das Projekt trotz des enormen Zeitdrucks und der ständigen Unterbrechungen nicht aus dem Ruder lief, lag maßgeblich an der Führung vor Ort. Der zuständige Umzugsberater brachte über 20 Jahre Branchenerfahrung in diesen hochkomplexen Einsatz ein. Trotz der permanenten Anspannung am Hangar bewahrte er eine bemerkenswert lockere und entspannte Persönlichkeit. Diese Souveränität übertrug sich direkt auf die Mannschaft und sorgte dafür, dass selbst unvorhergesehene Herausforderungen im Takt der Rotoren gelassen wegoptimiert wurden.
„Ein Umzug bei laufendem Notarzt-Betrieb ist natürlich kein alltäglicher Job. Da fliegen einem im wahrsten Sinne des Wortes die Rotoren um die Ohren“, erklärt der zuständige Umzugsberater der Hillebrand GmbH mit einem Schmunzeln. „Aber genau für solche Spezialfälle bringt man die Erfahrung mit. Wichtig war, dass wir die Ruhe bewahren, flexibel auf die Starts reagieren und Hand in Hand mit den ADAC-Mitarbeitern arbeiten. Wenn das Team harmoniert, läuft der Rest fast wie von selbst.“

Perfektes Zusammenspiel aller Akteure
Danksagungen gab es nach dem geglückten Finale von allen Seiten. Der reibungslose Übergang basierte auf der engen Kooperation aller Beteiligten: Das eingespielte Team der Hillebrand GmbH und die Mitarbeiter der ADAC Luftrettung arbeiteten Hand in Hand. Dank dieses gemeinsamen Kraftakts konnte die Crew von „Christoph 66“ ihre Arbeit am neuen Standort nahtlos fortsetzen und bleibt für die medizinische Notversorgung in der Region ohne jede Unterbrechung in der Luft.

Text & Fotos: El Fuego