Schwarzes-Flaschenwasser

Es ist so weit. Das schwarze Wasser mit dem Namen „blk.“ (kurz für „black“) erreicht Europa. Nach Frankreich soll es auch in der Schweiz erhältlich sein. Das Edel-Wasser hat einen stolzen Preis, aber es soll sein Geld wert sein sagt der Hersteller. Der Grund für die Farbe sind spezielle Inhaltsstoffe, die dem Wasser besondere Eigenschaften geben sollen.

Schwarzes Wasser in Flaschen? Was wie ein Marketing-Gag klingt ist der neueste Hype aus den USA. Das gute alte Mineralwasser bekommt trendige Konkurrenz. Im Backstage Bereich der vorigen Fashion Week waren neben den Supermodels die Wasserflaschen von blk. der reinste Hingucker. Kaum ein Model, das nicht von dem schwarzen Wasser trank.

Dabei war das Ziel der Hersteller nicht ein anderfarbiges Wasser zu entwickeln. Die Hersteller wollten ein Wasser kreieren, das die Energie eines Energydrinks liefert, jedoch ohne Koffein oder Taurin. Und es sollte so rein und klar sein wie Wasser. Also wurden dem Wasser bestimmte Spurenelemente mit Fulvinanreicherung (Fulvic trace minerals) hinzugefügt. Das Ergebnis war das schwarze Wasser, denn Fulvinsäure dem Wasser zugegeben, färbt es sich automatisch schwarz. Dem blk. Wasser sind keine Farbstoffe hinzugefügt.

Diese speziellen Mineralien entstanden über Jahrmillionen durch die Zersetzung prähistorischer Pflanzen. Laut den Herstellern verfügt das Nobel-Wasser über 60 Spurenelemente sowie wichtige Elektrolyte. Es reguliert zudem dank dem hohen pH-Wert den Säurehaushalt. Damit liefert blk. einen gesunden Beigeschmack inklusive Energielieferung und das alles ohne Zucker, Kalorien oder Kohlenhydrate.„Es ist mehr als Wasser“, wirbt der Hersteller daher auf seiner Webseite. Die Amerikaner trinken blk. seit 2011. Seit Februar ist es in Frankreich zu haben, jedoch nur im ausgewählten Fachhandel und Restaurants. Schweizer und Österreicher kommen als nächste in den Genuss des schwarzen Wassers.

Ob sich das Nobel-Wasser in der Breite durchsetzt ist aufgrund des hohen Preises fraglich. Stolze 4,90 Euro kostet ein halber Liter in Frankreich. Dennoch gibt es Tendenzen zu einem Hype in Europa. Viele fiebern dem Verkaufsstart entgegen wie es in den sozialen Medien zu erkennen ist. Der der Twitter-Account der Marke hat über 26.000 Follower.

Es gibt auch kritische Stimmen zu den angeblichen Eigenschaften des schwarzen Wassers. Im Magazin „Self“ erklärt die Ärztin Christine Gerbstadt, dass Fulvinsäure keinerlei zusätzlichen Nutzen für den menschlichen Körper biete. Ernährungsberaterin Maaike Kruseman erklärt gegenüber der Zeitung „Le Matin“, dass die angegebenen Elektrolyte auch im herkömmlichen Leitungswasser enthalten sind. Auch wenn es keinen Nutzen hat, extravagant ist es auf alle Fälle. The Dark Side of Water – blk.

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